Waldweg mit liegenden Holzstaemmen an der rechten Seite

Erlebnistherapie

Die Erlebnistherapie hat sich aus der Erlebnispädagogik entwickelt, die davon ausgeht, dass Personen durch Erlebnisse ihr Verhalten ändern und erweitern können. Die Natur als Aktionsort bietet als „interaktive Lernwelt“ sowohl durch Unmittelbarkeit als auch Ernsthaftigkeit entwicklungsfördernde und therapeutische Möglichkeiten. In der Natur oder in einer nachgebildeten Situation werden Patienten mit herausfordernden und wahrnehmungsbildenden Aufgaben konfrontiert. Anschließend reflektieren sie die abgelaufenen Prozesse, insbesondere ihre Empfindungen sowie die sozialen Interaktionen.

Den Rahmen bildet eine 2-tägige Wanderung mit einer Übernachtung.
Sie bietet einen neuartigen Rahmen zur Bearbeitung von Themen wie Selbstwertgefühl, Abhängigkeit, Ängste, Erkennen von eigenen und fremden Grenzen. Sie nutzt sowohl die Natur als auch die Gruppenerfahrung als Medium. Sowohl Patienten als auch Therapeuten setzen sich bewusst mit den realen Anstrengungen zur Bewältigung der Wegstrecke als auch der psychischen Belastung aus. Therapeutische Ziele werden an den real erlebten Eindrücken des "Unterwegsseins" festgemacht. 

Allgemein wird die soziale Kompetenz gefördert, z.B. werden Gruppengepäck und Lebensmittel aufgeteilt, unterschiedliche Aufgaben werden unter den Teilnehmern verteilt.

Die Wanderung dauert 2 Tage. Pro Tag werden 12 bis 20 km zurückgelegt.
Die Strecke wird in Abständen von 1 - 1 1/2 Stunden immer wieder unterbrochen durch Textimpulse und Gesprächsrunden, um die erlebten Eindrücke zu verarbeiten und auf die Krankheitssituation zu übertragen. Übernachtet wird in einer einfach ausgestatteten Hütte. Die Verpflegung und das persönliche sowie das Gruppengepäck werden in Rücksäcken (die bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden) mitgenommen.

Additional information