Therapeut-Patienten-Gespräch

Diagnostik und Therapie

Diagnostik

Labor, EKG, EEG,  neuropsychologische Diagnostik, Elektrophysiologie

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Psychotherapie

Einzeltherapie: Integrative Psychotherapie unter Einbeziehung tiefenpsychologisch analytischer, verhaltenstherapeutischer, systemischer und körpertherapeutischer Elemente

Gruppen- und andere Therapieangebote

- alphabetisch -
  • Ergo- und Gestaltungstherapiegruppe

    Ergotherapie hat zum Ziel, Menschen dabei zu helfen, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verlorengegangene bzw. noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltag zu erreichen.
    Handlungsfähig im Alltag zu sein bedeutet, dass der Mensch die Aufgaben, die er sich und die, die ihm durch sein Leben bzw. durch die Gesellschaft gestellt werden, für sich zufriedenstellend erfüllen kann.
    Ergotherapeutische Ziele in der Psychiatrie:
    Verbesserung und Stabilisierung der psychischen Grundleistungsfunktionen, wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit, Verbesserung eingeschränkter körperlicher Funktionen wie Grob- und Feinmotorik sowie Koordination,Verbesserung der Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung, Verbesserung der Realitätsbezogenheit, der Selbst- und Fremdwahrnehmung,Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, der sozio- emotionalen Kompetenz und Interaktionsfähigkeit,Verbesserung des Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit.
    Unsere ergotherapeutische Abteilung setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen:
    Die kreative Gestaltung ( Handwerkliche und Bildnerische Tätigkeiten), Keramikgruppe ( Arbeiten mit Ton), Alltagstraining (Kochen, Einkaufen, Ämtergänge etc.), neuropsychologisches Training ( Konzentrationstraining mit Papier und Bleistift), Cogpack (Computergestütztes kognitives Training), Kognitionsgruppe für kognitiv sehr eingeschränkte oder demente Menschen, die spielpädagogische Gruppe (Brettspiele, Strategische und kreative Spiele), motorisch- funktionelles Training (zur Behandlung motorischer Störungen), Hilfsmittelberatung (Hilfsmittel zur Vermittlung von Selbständigkeit und Sicherheit), Kreativ- Freizeitangebot ( Zusätzliches kreatives Angebot, ohne Verordnung.

    Ergotherapie1

    Ergotherapie3

  • Erlebnistherapiegruppe
    Die Erlebnistherapie hat sich aus der Erlebnispädagogik entwickelt, die davon ausgeht, dass Personen durch Erlebnisse ihr Verhalten ändern und erweitern können. Die Natur als Aktionsort bietet als „interaktive Lernwelt“ sowohl durch Unmittelbarkeit als auch Ernsthaftigkeit entwicklungsfördernde und therapeutische Möglichkeiten. In der Natur oder in einer nachgebildeten Situation werden Patienten mit herausfordernden und wahrnehmungsbildenden Aufgaben konfrontiert. Anschließend reflektieren sie die abgelaufenen Prozesse, insbesondere ihre Empfindungen sowie die sozialen Interaktionen. Den Rahmen bildet eine 2-tägige Wanderung mit einer Übernachtung. Sie bietet einen neuartigen Rahmen zur Bearbeitung von Themen wie Selbstwertgefühl, Abhängigkeit, Ängste, Erkennen von eigenen und fremden Grenzen. Sie nutzt sowohl die Natur als auch die Gruppenerfahrung als Medium. Sowohl Patienten als auch Therapeuten setzen sich bewusst mit den realen Anstrengungen zur Bewältigung der Wegstrecke als auch der psychischen Belastung aus. Therapeutische Ziele werden an den real erlebten Eindrücken des "Unterwegsseins" festgemacht. Allgemein wird die soziale Kompetenz gefördert, z.B. werden Gruppengepäck und Lebensmittel aufgeteilt, unterschiedliche Aufgaben werden unter den Teilnehmern verteilt. Die Wanderung dauert 2 Tage. Pro Tag werden 12 bis 20 km zurückgelegt. Die Strecke wird in Abständen von 1 - 1 1/2 Stunden immer wieder unterbrochen durch Textimpulse und Gesprächsrunden, um die erlebten Eindrücke zu verarbeiten und auf die Krankheitssituation zu übertragen. Übernachtet wird in einer einfach ausgestatteten Hütte. Die Verpflegung und das persönliche sowie das Gruppengepäck werden in Rücksäcken (die bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden) mitgenommen.
  • Integrative Gruppentherapie
    Die stationsgebunden angebotenen Gruppen folgen den Grundsätzen der zieloffenen interaktionalen Gruppen-Verhaltenstherapie, die auf die Integration störungsspezifischer Behandlungsmethoden und Therapiestrategien mit individualisierter Gruppenarbeit abzielt.
    Es handelt sich um eine Gruppenarbeit, in der verschiedene kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen (auch psychoedukative Elemente, Elemente aus Selbstsicherheitstraining und Kommunikationstraining) zum Einsatz kommen.
    Die Gruppe ist thematisch offen und prozessorientiert konzipiert. Je Sitzung arbeiten 1-2 Patienten intensiver, wobei gruppendynamischen Prozessen innerhalb der Gruppe Beachtung geschenkt wird.
    Bei der Bearbeitung von Beziehungsproblemen wird für den betroffenen Patienten eine geschützte Situation sichergestellt, in der er - ohne voreilige Störung durch die übrigen Gruppenteilnehmer – über seine Beziehungsschwierigkeiten in aller Ruhe reflektieren kann. Die anderen Teilnehmer werden in Form von Rollenspielen und konstruktivem Feedback an der Beziehungsklärung beteiligt.
    Ziel dieses Gruppenangebots ist es, dem Patienten ein Stück Selbstklärung, sozialen Abgleich sowie die Chance zum Feedback durch die Gruppe zu geben.
    Inhaltlich werden - je nach Gruppenzusammensetzung - Themen wie Umgang mit depressiven oder ängstlichen Symptomen, auch störungsübergreifende Themen wie Umgang mit Schuldgefühlen/ Stress/ Aggressionen, Selbstwertproblematik, Abgrenzung sowie Ressourcen stärkende Themen aufgegriffen.
  • Katathym-Imaginative Psychotherapiegruppe
    Die KIP-Gruppe wird stationsübergreifend angeboten. Die KIP ist eine psychotherapeutische Methode, die auf der von LEUNER entwickelten Tagtraumtechnik fußt. Mit Hilfe bestimmter Motive wird Zugang zu unbewussten Konfliktbereichen, zur inneren Erlebniswelt ermöglicht. Durch therapeutische Interventionen, die die Imagination begleiten wie auch in der Nachbearbeitung werden neue Lernprozesse angeregt, Konfliktlösungen und Weiterentwicklung angestrebt. In der Gruppe sind während des Imaginierens wenig Interventionen möglich.
    Theoretischer Hintergrund sind tiefenpsychologische Konzepte (Symbolisierungen, Übertragung- und Gegenübertragungsprozesse, Abwehr, Spaltung, etc.)
  • Konzentrative Bewegungstherapie
    Die KBT ist eine körperpsychotherapeutische Methode. Sie nutzt Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage von Erfahrung und Handeln. Die konzentrative Hinwendung zum eigenen Körper macht körperlich-seelische Zusammenhänge erfahrbar. Durch die verbale Bearbeitung des Erlebten wird ein vertieftes Verständnis für die Verbindung bewußter Wahrnehmung im Hier und Jetzt und der eigenen Lebensgeschichte geweckt. "Im Umgang mit Materialien und Personen wird neben den realen Erfahrungen ein symbolisierter Bedeutungsgehalt erlebbar. Durch die differenzierte Wahrnehmung können eigene Einstellungen und eigenes Verhalten zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Situationen und im Umgang mit verschiedenen Gegenständen und Partnern erprobt und verglichen werden. Fixierte Haltungen und Fehlerwartungen können durch das Erproben neuer Wege abgebaut werden" (DAKBT, 2008). Die Fähigkeit zu wählen und zu entscheiden kann wieder gewonnen und weiter entwickelt werden, Handlungsspielräume können eröffnet, Ressourcen aktiviert werden.
  • Pharmakotherapie
    Zu einer umfassenden und zeitgemäßen Therapie seelischer Störungen gehört oft auch der Einsatz von Psychopharmaka.
    Dabei handelt es sich z.B. bei depressiven Störungen um antidepressive Medikamente, bei Angststörungen um antidepressive oder angstlösende Medikamente, bei psychotischen Störungen wie Schizophrenie oder schizo-affektive Psychosen um neuroleptische Medikamente und um Medikamente, die zur Stabilisierung und Phasenprophylaxe seelischer Erkrankungen eingesetzt werden, dabei handelt es sich häufig um antiepileptische Medikamente.
    Die Psychopharmakotherapie wird nach den Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften durchgeführt und sind in den klinikinternen Therapieleitlinien festgeschrieben.
  • Psychoedukationsgruppe

    Es handelt sich um ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Programm, das aus der Forschung zur Rezidivprophylaxe bei schizophrenen Patienten entwickelt wurde. Das aktuelle Programm orientiert sich am Alliance Psychoedukationsprogramm der Firma Pfizer. Die PEG ist als offene Gruppe gestaltet.

    Drei Themenblöcke werden in insgesamt 8 Modulen behandelt:
    I. Information zum Krankheitsbild: Symptome der Schizophrenie Unterformen der Schizophrenie, Diagnosebezeichnungen, Verlauf und Prognose Ursachen der Erkrankung, Vermittlung des Vulnerabilitäts- oder Diathese-Stress-Modells
    II. Medikation: Dopamin-Hypothese Medikamentöse Behandlung von Psychosen (Wirkung und Nebenwirkungen, Rezidivprophylaxe)
    III. Allgemeine Behandlung: Einfluss von Alkohol und Drogen Warnzeichen (Frühsymptome) / Rückfallprophylaxe / Krisenpläne Psychosoziale Behandlungsmöglichkeiten

    Es werden Filmausschnitte mit Patienteninterviews und Computeranimationen gezeigt, die das Verständnis erleichtern. Zum Abschluss erhalten die Patienten eine Informationsbroschüre mit den wichtigsten Inhalten zu der Erkrankung.

  • RABE-Gruppe
    Die Psychotherapiegruppe richtet sich speziell an Patienten, die an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderlinetyp leiden. Die Gruppe ist gemischt geschlechtlich und hat Workshopcharakter. Es finden sich psychoedukative Elemente, Gruppen- und Kleingruppenarbeit sowie das Erlernen von Techniken und Skills.
    Die Gruppe bearbeitet vier Themenbereiche:
    R - Ressourcen
    A - Achtsamkeit
    B - Beziehung
    E - Emotionen
    Das Setting umfasst insgesamt 8 Einheiten mit jeweils 75 min., zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von 4 Wochen. Die Gruppe ist geschlossen und wird in der Regel von zwei Therapeuten geleitet.
  • Rhythmikgruppe

    Musiktherapie ist als nonverbales therapeutisches Verfahren unter Zuhilfenahme des Mediums Musik entstanden. Durch die Rezeption, Produktion und Reproduktion von Musik werden intrapsychische und interpersonelle Prozesse in Gang gesetzt, die sich auf Wahrnehmung, Erleben, Erkennen und Handeln auswirken. Der besondere Nutzen von Musik – Schwerpunkt sind Rhythmus und Klang - wird insbesondere in der Anregung zur Kreativität, zur nonverbalen Kommunikation sowie zur allgemeinen Aktivierung von Ressourcen gesehen.
    Ziele sind: Einübung sozialer Kompetenzen, Förderung von Anpassungs- und Abgrenzungsfähigkeit Förderung der Selbstwirksamkeit und Steigerung des Selbstvertrauens sowie des Selbstbewusstseins durch aktives Handeln Förderung der Kreativität und Ausdrucksfähigkeit Förderung von Introspektion, Reflexion und Problembewusstsein durch die Wahrnehmung musikalischer Prozesse und damit einhergehender emotionaler Reaktionen Förderung der Strukturierungsfähigkeit Stabilisierung und Ressourcenstärkung.


    Tanztherapie

  • Selbstsicherheitstraining

    Selbstsicherheitstraining für Patienten mit F2-Diagnose

    Dieser Gruppe liegt das Selbstsicherheitstraining nach ULLRICH/ULLRICH zugrunde.
    Es werden ausgewählte Übungen - modifiziert für unser Klientel - im Rollenspiel eingeübt.
    Die Übungen beziehen sich auf verschiedene Alltagssituationen (nach der Zeit, dem Weg fragen, Verhalten beim Einkaufen, beim Umtausch, Verhalten in Restaurants, in öffentlichen Verkehrsmitteln). Die Übungen bauen aufeinander auf, sie sind im Schwierigkeitsgrad ansteigend.
    Die Gruppe umfasst höchstens 8 Teilnehmer und wird von 2 Therapeuten geleitet. Dieses Therapeutenpaar stellt das Zielverhalten im Rollenspiel dar und die Patienten üben anschließend jeweils mit einem der Therapeuten.
    Ziel ist ein alltagsnahes praktisches Einüben zur Erreichung einer größeren Verhaltensflexibilität.
    Zum anderen wird damit gleichzeitig eine Verbesserung des Selbstbewusstseins und des allgemeinen Funktionsniveaus angestrebt.

    Selbstsicherheitstraining für Patienten mit F3/F4-Diagnose

    Der Gruppe liegt das „Gruppentraining sozialer Kompetenzen“ nach HINSCH und PFINGSTEN zugrunde, die dieses Interventionsprogramm auf der Basis moderner kognitiv-verhaltens-therapeutischer Ansätze entwickelten. Als soziale Kompetenz wird die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen verstanden. Zentraler Bestandteil des Trainings dieser Verhaltensfertigkeiten (Skills) sind Rollenspiele mit Videofeedback. Aus folgenden Bereichen sind Übungssituationen vorgegeben: sein Recht durchsetzen, Beziehungen gestalten, um Sympathie werben. Das Training bietet eine hohe Alltagsnähe, ist hoch strukturiert und auf Ressourcenorientierung ausgerichtet.
  • Sozialberatung
    Psychische Erkrankung kann in allen Lebensbereichen zu negativen Auswirkungen führen. Dies erschwert häufig die Stabilisierung während und nach einem Klinikaufenthalt.
    Der Sozialdienst unserer Klinik arbeitet lebensweltorientiert und befindet sich damit an der Schnittstelle zwischen Klinik und Lebensalltag. Mit dem Fokus insbesondere auf die Bereiche Gesundheit/med.-therapeutische Versorgung, Beruf/Tätigkeit, Familie, Finanzen, Freizeit/soziale Kontakte, sozialrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen wird umfassende psychosoziale Beratung angeboten. Angehörige können auf Wunsch des Patienten mit einbezogen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Ressourcen des Patienten in seinem Umfeld und in seiner Person. Bei Bedarf findet eine Beratung und Vermittlung zu weiterführenden Unterstützungsangeboten außerhalb der Klinik statt.


    Ansprechpartner


    Andreas Bergmann
    Abteilungsleitung Sozialdienst
    Dipl.-Sozialarbeiter
    Fachsozialarbeiter für Klinische Sozialarbeit
      02641 - 386 - 182
    andreas.bergmann@ehrenwall.de

    Jutta Modro
    stellv. Abteilungsleitung Sozialdienst
    Dipl.-Sozialarbeiterin
      02641 - 386 - 163
    jutta.modro@ehrenwall.de

    Astrid Bund
    Magistra Public Health
    Dipl. Sozialarbeiterin
      02641 - 386 - 162
    astrid.bund@ehrenwall.de
     
    Constanze Ermantraut

    Dipl.-Sozialarbeiterin
      02641 - 386 - 161
    constance.ermantraut@ehrenwall.de

    Lea Görges

    Sozialarbeiterin B.A.
      02641 - 386 - 287
    lea.goerges@ehrenwall.de

     
    Claudia Jüngling-Bergmann
    Dipl.-Heilpädagogin
      02641 - 386 - 252
    claudia.juengling-bergmann@ehrenwall.de
     
    Anna Kröker
    Dipl.-Sozialarbeiterin
      02641 - 386 - 214
    anna.kroeker@ehrenwall.de
     
    Judith Schmickler
    Sozialarbeiterin B.A.
      02641 - 386 - 242
    judith.schmickler@ehrenwall.de
     
    Viola Zimmer
    Dipl.-Sozialarbeiterin
      02641 - 386 - 410
    viola.zimmer@ehrenwall.de
  • Sport-, Physio- und Körpertherapie

    Die Therapieangebote reichen von sport- und körpertherapeutischen Gruppen, physiotherapeutischen Einzelbehandlungen bis hin zu physikalischen Anwendungen.

    Die Sporttherapie spielt heutzutage in Prävention und Rehabilitation eine bedeutende Rolle und ist zudem ein wichtiger Bestandteil der nichtmedikamentösen Behandlung. Im Rahmen der Sporttherapie können körperliche, psychische oder soziale Beeinträchtigungen mithilfe von Sport und Bewegung positiv beeinflusst werden. Dabei ist die Sporttherapie nicht auf den Leistungssport ausgerichtet, sondern setzt an der aktuellen Belastbarkeit an. Unser Sporttherapieangebot ist sowohl gesundheits- als auch erlebnisorientiert und soll Patienten motivieren selbst aktiver zu werden.

    Die Ziele der Sporttherapie sind besonders vielfältig:

    - Gesundheit und Leistungsfähigkeit (wieder)herstellen, erhalten, steigern
    - körperliche Fitness (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination) verbessern
    - Spaß und Freude an Bewegung, Spiel und Sport vermitteln
    - Kommunikation und Interaktion fördern
    - Körperwahrnehmung und Selbstwirksamkeit verbessern
    - Neu- oder Wiedereinstieg in den Sport finden (Motivation zu regelmäßiger sportlicher Tätigkeit)

    Unsere Klinik hat ein besonders umfangreiches sporttherapeutisches Gruppenangebot:

    - verschiedene Sporttherapiegruppen mit unterschiedlicher Intensität und Dauer
    - Walking/Nordic Walking/achtsames Joggen/Ergometertraining
    - Wassergymnastik
    - Hockergymnastik/Tanzen im Sitzen
    - Körperwahrnehmungsgruppe
    - Achtsamkeitsgruppe
    - Yoga, Qi Gong, Meditation
    - geführter Spaziergang/Wanderung
    - freiwillige Zusatzangebote wie Schwimmen/Sauna/Erlebnistanz/Sportspiele

    In der Physiotherapie versucht der Therapeut auf Grundlage eines individuellen Befundes mit Hilfe unterschiedlicher aktiver und passiver Techniken Bewegungseinschränkungen zu verbessern und Defizite zu reduzieren.
    Im Rahmen der physikalischen Therapie werden unterschiedliche Maßnahmen zur Entspannung, Aktivierung oder Schmerzlinderung durchgeführt (z. B. Wärmeanwendungen, medizinische Wannenbäder).
    Die Körpertherapie beinhaltet zwei körperpsychotherapeutische Verfahren (Tanztherapie, konzentrative Bewegungstherapie) sowie Gruppen zur Körperwahrnehmung.

    Mehrzweckhalle3

    Schwimmbad2

  • Tanztherapiegruppe

    Tanztherapie ist künstlerische und körperorientierte Psychotherapie. Sie beruht auf dem Prinzip der Einheit und Wechselwirkung körperlicher, emotionaler, psychischer, kognitiver und sozialer Prozesse. Die Tanztherapie hat psychotherapeutische Theorie-Praxis-Modelle unterschiedlicher Schulen für die Anwendung von Bewegungs- und Gestaltungsprozessen modifiziert und weiterentwickelt. Insofern stellt die Tanztherapie eine verfahrensübergreifende Methode dar, die innerhalb tiefenpsychologischer, verhaltenstherapeutischer, systemischer und humanistischer Behandlungskontexte zur Anwendung kommt. Die Diagnostik beruht auf bewegungsanalytischen Verfahren. Zentrale Medien sind Bewegung und Tanz in Verbindung mit dem reflektierenden, therapeutischen Gespräch.

    Ziele der Tanztherapie (Auswahl):
    Die Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung der Gesundheit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Symptome zu beheben, zu reduzieren und/oder anders mit ihnen umzugehen. Förderung der Körperwahrnehmung und Entwicklung eines realtischen Körperbildes als Grundlage eines adäquaten Selbsterlebens und einer angemessenen Fremdwahrnehmung. Stärkung und Selbstwertempfinden und Selbstwirksamkeit durch bewusstes Anknüpfen an Ressourcen. Erweiterung des Bewegungsrepertoires im Sinne der nachreifenden Ich-Entwicklung und zur Verbesserung der Problemlösungsfähigkeit.

    Tänzerische Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Es kommen alltägliche Bewegungen, Übungen zur Körperwahrnehmung, rhythmisches Tanzen und spielerisch-kreative Elemente zur Anwendung. Die Tanztherapie findet im Einzel- als auch Gruppensetting statt.

    (Quelle www.btd-tanztherapie.de)

  • Therapie im Hochseilgarten
    Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein erlebnistherapeutisches Behandlungsangebot. Es wird im Hochseilklettergarten (15 Min. Fußweg von der Klinik) im „Seilpark Mittelrhein im Adenbachtal" durchgeführt.
    Geleitet wird es von Klinikmitarbeitern, die eine spezielle Qualifikation für diese Tätigkeit erworben haben. Die Auswertung der Therapieerfahrung im Hochseilgarten erfolgt anschließend in einem speziell eingerichteten Raum („Kletterhütte") auf dem Klinikgelände.
    Wesentliche Ziele dieser Therapieform sind: - Aufbau von Vertrauen in Sich und Andere - Verbesserung des Selbstwertgefühls - Erfahren und einschätzen von Grenzen - Kompetenzen und Ressourcen in realen Belastungssituationen erleben.
    Die psychophysische Exposition im Hochseilgarten erzeugt hohe Effektstärken, wie sich mittlerweile nach mehren hundert Erfahrungen von Patienten gezeigt hat. In vielen Beeinträchtigungsbereichen psychisch erkrankter Patienten konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. Besonders dadurch, dass die Patienten sich durch eine Exposition im Hochseilgarten in einen besonders emotional aufgeladenen Raum begeben, müssen rein kognitiv-rationale Erklärungsmuster verlassen werden. Dieser Zustand bedingt, dass tieferliegende Persönlichkeitsbereiche beeinflusst werden können. Diese Erfahrung wird dann zunächst innerhalb der Gruppe und dann bei Bedarf in der Einzeltherapie in der Klinik vertiefend ausgewertet.
  • Traumaspezifische Gruppentherapie
    Im Rahmen unseres speziellen Therapiekonzeptes für Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung werden zwei Gruppen angeboten, in den die Patienten lernen die Zusammenhänge zwischen Trauma und nachfolgender posttraumatischer Belastungsstörung zu erkennen, was sie selber tun können, um Stress besser zu verarbeiten (Salutogenese), wie sie ihre Ressourcen weiterentwickeln können, um nicht mehr als Opfer, sondern als selbstsichere Menschen zu leben. Die Patienten üben in den Gruppen Techniken, die die Achtsamkeit fördern und helfen, immer wieder aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu kommen und sich sicher und geborgen zu fühlen.

    Stabilisierungsgruppe I
    Die Gruppe ist in Form eines Seminars aufgebaut: Es werden den Gruppenteilnehmer Informationen über z. B. den Unterschied zwischen Alltagsstress und traumatischem Stress vermittelt. In einfacher, leicht verständlicher Form werden ihnen die unterschiedliche Wahrnehmungsverarbeitung während einer traumatischen Situation und die evtl. daraus resultierenden Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung erklärt. Es werden die bei Traumatherapie am häufigsten angewendeten Formen der Psychotherapie erklärt, beispielsweise die systhematische Desensibilisierung bei Angststörungen und die Bedeutung von dysfunktionalen Kognitionen, bzw. der kognitiven Umstrukturierung erklärt und an Beispielen geübt. Das Thema Ressourcen (eigene Fähigkeiten zur Stressbewältigung, zur Entspannung, Genussfähigkeit) nimmt einen sehr wichtigen Stellenwert in dieser Gruppentherapie ein. Anhand von Diskussionsbeiträgen der Gruppenteilnehmer wird immer wieder darauf eingegan­gen und auf Möglichkeiten hingewiesen, eigene Ressourcen zu stärken. In den Gruppenstunden werden Stabilisierungstechniken (Atemwahrnehmung, Jakobson-Training-Kurzform, Wahrnehmungs-Übungen "Sehen-Tasten" nach Yvonne Dolan, Ressourcenankern) erklärt und geübt. Die Gruppenteilnehmer bekommen zu Beginn der Gruppentherapie eine Arbeitsmappe, in der sie das Arbeitsmaterial, das sie im Laufe der Gruppe zur Verfügung gestellt bekommen, sammeln und eigene Aufzeichnungen machen können. Sie werden angeregt, die Gruppeninhalte mit in die Einzel­therapie zu bringen, um dort weiter daran arbeiten zu können. In der Gruppentherapie wird nicht über die einzelnen traumatischen Erfahrungen gesprochen - dies bleibt ausschließlich der Einzeltherapie vorbehalten.

    Frauengruppe

    Die Gruppe richtet sich speziell an weibliche Patienten mit PTBS vor dem Hintergrund sexueller Gewalt­erfahrung in Kindheit und Jugend bzw. im Erwachsenenalter. Die Gruppe verläuft in Form eines Workshops und hat Seminarcharakter. Der Verlust ähnlich Stabilisierungsgruppe I. Insbesondere werden folgende Themen behandelt: Ressourcensuche kritische Auseinandersetzung mit dem Selbstbild als Frau dem Frauen-Fremdbild und dem Männerbild anhand eines Rollenspiels werden verschiedene Stressbewältigungsstrategien gezeigt und diskutiert es werden Möglichkeiten der kognitiven Umstrukturierung vorgestellt und dabei Grundannahmen kritisch hinterfragt Psychoedukation zu Trauma, Folgen und Verarbeitungsprozesse von Traumatisierung zum Abschluss soll das Thema Genussfähigkeit aufgegriffen werden. Außerdem werden 4 Stabilisierungstechniken vermittelt (siehe Stabilisierungsgruppe I). In der Gruppe wird nicht über die traumatischen Ereignisse gesprochen - dies bleibt ausschließlich der Einzeltherapie vorbehalten.Im Rahmen unseres speziellen Therapiekonzeptes für Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung werden 3 Gruppen angeboten, in den die Patienten lernen die Zusammenhänge zwischen Trauma und nachfolgender posttraumatischer Belastungsstörung zu erkennen und was sie selber tun können, um Stress besser zu verarbeiten (Salutogenese), wie sie ihre Ressourcen weiterentwickeln können, um nicht mehr als Opfer, sondern als selbstsichere Menschen zu leben. Die Patienten üben in den Gruppen Techniken, die die Achtsamkeit fördern und helfen, immer wieder aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu kommen und sich sicher und geborgen zu fühlen.

Kontakt

  Empfang 02641 - 386 - 0
  Krankenhaus 02641 - 386 - 109
  Rehabilitation 02641 - 386 - 118
  Tagesklinik 02641 - 386 - 280
  02641 - 37166
  info@ehrenwall.de

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